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Pro-aktives Kostenmanagement

Ursachen, nicht Symptome bekämpfen
Wenn Gewinne schrumpfen oder sogar Verluste entstehen, schlägt häufig die Stunde der Kostensenker. Budgets werden gekürzt. Besser als dieser reaktive Ansatz, der nur Symptome kuriert, ist ein pro-aktives Kostenmanagement, das überflüssige Kosten vermeidet und gezielt an den Kostentreibern ansetzt.

Kunden

Überflüssige Kosten entstehen häufig durch Komplexität auf der Kundenseite. Durchforsten Sie Ihr Angebotsportfolio. Wenn Sie in zu vielen Aufgabenbereichen und Dienstleistungen gleichzeitig tätig sind, steigt die Komplexität. Jede Dienstleistung führt zu Folgekosten in der Entwicklung und Administration, die in der Kalkulation meist nicht berücksichtigt werden. Konzentrieren Sie sich daher auf Ihre Kernleistungen und geben Sie Randaktivitäten auf.

Prozesse

Die Geschäftsprozesse bestimmen das Tagesgeschäft, sind jedoch häufig nicht identisch mit der Organisationsstruktur. Das führt dazu, dass mehrere Personen für einen Prozess verantwortlich sind, jeweils aus der Perspektive der eigenen Organisationsstruktur ("Kästchendenken"). Dadurch werden Prozesse ineffizient. Sie dauern zu lange, sind kostenintensiv und fehlerbehaftet. Nicht wertschöpfende Aktivitäten müssen daher identifiziert und beseitigt werden.

Eine radikale Geschäftsprozessorganisation bietet das Business Process Reengineering (BPR), den Weg der kleinen Schritte favorisieren Kaizen/KVP (Kontinuierliches Verbesserungsprogramm) und TQM (Total Quality Management). In einigen Bereichen sind Kosteneinsparpotenziale von bis zu 20 Prozent möglich. Empirische Studien und die Unternehmenspraxis zeigen, dass effizient arbeitende Organisationen auch die beste Qualität aus Kundensicht bieten.

Ressourcen

  • Während die Dekomplexierung und Prozessorganisation am Kostentreiber "Einsatzmenge" ansetzen, senken die folgenden Maßnahmen die Ressourcenpreise:
  • Substitution von teuren durch preiswertere Materialien und Einsatzstoffe (z. B. mit Hilfe der Wertanalyse),
  • Bündelung des Einkaufs und Aushandlung niedriger Beschaffungspreise durch Größenvorteile,
  • Outsourcing von Geschäftsprozessen an preiswertere externe Dienstleister
    (z. B. Küche, Wäschereien, Personalabrechnung),
  • Einführung von internen Verrechnungspreisen nach dem Marktprinzip (z. B. für Personal, Rechtsabteilung),
  • Senkung der Personalkosten durch Umgruppierung (Einstufen in niedrige Tarife) und GmbH-Ausgründung.

Weiterführende Literatur

Kremin-Buch, B.: Strategisches Kostenmanagement, 2007.

 

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